Bekannt aus Bekannt aus

Teile verhandeln

Teilearbeit ist ein NLP Format, bei dem zwei innere Teile miteinander kommunizieren und einen „Deal“ zur Verhaltens- bzw. Gefühlsveränderung miteinander eingehen. Dabei wird die positive Absicht eines Gefühls oder einer Verhaltensweise ermittelt und durch neue konstruktive Verhaltensweisen ersetzt. Im Prozess entstehen neue Glaubenssätze bzw. müssen eventuell alte umgeformt werden (reframing).

Anwendung:

Zur Veränderung von unerwünschten wiederkehrenden Verhaltensweisen oder Gefühlen.

Praktisches Beispiel: Raucherentwöhnung

Jemand möchte mit dem Rauchen aufhören. Ein Teil ihn ihm (wie ein kleiner Teufel auf der linken Schulter) lässt ihn immer wieder zur Zigarette greifen. Doch der kleine Teufel hat die positive Absicht   Entspannung und regelmäßige Pause in den Alltag zu bringen. Daraufhin wird der konstruktive Problemlöser befragt (der kleine Engel auf der rechten Schulter), der die Aufgabe hat, Entspannung auf neue Art und Weise in das Leben dieses Menschen zu bringen. Eine neue konstruktive Verhaltensweise zur Entspannung wird gefunden. Ab diesem Zeitpunkt arbeiten Teufel und Engel zusammen, und sind dafür zuständig, auf konstruktive Art und Weise Entspannung ins Leben zu bringen. Das Rauchen wurde erfolgreich beendet, und durch eine neue Verhaltensweise die viel Entspannung und Pausen bringt, ersetzt.

Die Prozessschritte:

1) Den positiven Ressourcenanker testen.

Das bedeutet ihn kurz abrufen und in einen ressourcenvollen (positiven) Zustand kommen. Der positive Ressourcenanker ist deshalb wichtig, damit du, wenn du dich im nächsten Schritt einem zu verändernden „unangenehmen“ Gefühl widmest, jederzeit selbst in einen ressourcenvollen Zustand zurückkommen kannst.

2) Separator z. B. kognitive Frage stellen und den rationalen Verstand aktivieren.

3) Kurz fragen, was die Situation bzw. das Gefühl ist, das verändert werden möchte.

Eine konkrete Situation dazu finden und im VAKOG beschreiben.

4) Die Stelle im Körper identifizieren, wo der Teil sitzt, der das Gefühl, das Verhalten immer wieder auslöst.

4) Den ersten Teil dissoziieren (etwa aus dem Körper herausnehmen).

5) Den ersten Teil so lebendig wie möglich im VAKOG beschreiben, um die Emotion ganzheitlich und lebendig zu erleben.

6) Die positive Absicht des Teils erfragen. „Was will dir dieser Teil Gutes tun?“

7) Einen zweiten Teil, z. B. deinen „konstruktiven Problemlöser“, im Körper lokalisieren und wieder dissoziieren = aus dem Körper herausnehmen.

8) Den zweiten Teil wieder im VAKOG beschrieben und fragen, wie der zweite Teil die positive Absicht des ersten Teils erfüllen kann? Auf neue und konstruktive Art und Weise. Ziel ist es mindestens eine neue positive Verhaltensmöglichkeit finden, um die positive Absicht des ersten Teils zu erfüllen.

9) Die beiden Teile miteinander verhandeln lassen, wenn es geht – sie zusammengeben – und ein neues Gefühl entstehen lassen.

10) Das neue Gefühl an eine neue Stelle assoziieren = in den Köper hineingeben.

11) Separator z. B. kognitive Frage stellen und den rationalen Verstand aktivieren.

12) Future Pace: „Denke an eine ähnliche Situation, wo du das neue Gefühl brauchen wirst können, und beobachte, was sich bereits verändert hat.“


Diese Begriffserklärung ist Teil unseres NLP Glossar. Klicke auf den Link, um die gesamte Liste zu sehen:

<- zurück zum Lexikon