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Posthypnotische Suggestion

Eine Form der Willenslenkung in der Hypnose aus welcher in einem zweiten Schritt eine Trance hervorgerufen werden kann.

Der posthypnotische Befehl ist eine wirkungsvolle Verknüpfung einer typischen Suggestion mit einer Handlungsanweisung. Im Vergleich zu anderen Trancezuständen wird diese Handlung jedoch zumeist erst nach Ende der Trance durchgeführt. Beispielsweise würde derselbe Befehl, etwa “Bring Person XY diesen Umschlag” während einer Wachhypnose sofort ausgeführt werden. Mittel eines posthypnotischen Befehls wird dieses Kommando erst später ausgeführt, wenn der Klient wieder zurück im wachbewussten Verstand ist. Den meisten nur aus Spionage-Thrillern oder TV-Serien bekannt, wird diese Technik in der klinischen Hypnose häufig zur Verfestigung der positiven Suggestionen eingesetzt. Hier zum Beispiel zur Bestärkung des eigenen Glaubens an das neu gewonnene Selbstvertrauen:

“Mit jedem positiven Ereignis, das du erlebst, mit jedem guten Feedback, bestärkt sich dein neuer Glaubenssatz, dass du schon jetzt viel selbstbewusster bist.”

Gerade auch in der Showhypnose wird der posthypnotische Befehl genutzt, um Effekte vorzuführen, wenn die eigentliche Trance bereits beendet scheint. So kann durch Hinzufügen eines Code-Wortes oder eines anders gearteten Ankers (etwa ein bestimmtes Lied oder ein symbolischer Gegenstand) dieses Verhalten bewusst durch den Hypnotiseur ausgelöst werden; egal, oder der Klient dies erwartet oder nicht und noch in Hypnose versetzt ist oder nicht.

“Wann immer du dieses Musikstück hörst, wirst du ganz automatisch und fest davon überzeugt sein, dass … ”

Auch wenn in der Literatur viele Möglichkeiten aufgeführt werden, diese Technik zu missbrauchen, so ist ihre eigentliche Anwendung doch meist positiver Natur im Sinne der Verfestigung von durch den Klienten gewünschten Suggestionen.


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