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Fast-Phobia

Eine NLP-Technik, die es ermöglicht Phobien in nur wenigen Minuten dauerhaft zu beseitigen.

Die Fast Phobia Cure ist eine Technik zur Auflösung von Ängsten und Phobien. Dabei handelt es sich, um einen nicht bewusst kontrollierbaren Reflex. Auf einen Reiz (trigger) folgt ein immer gleich ablaufendes Verhaltensmuster (Reaktion). Das Ergebnis bzw. der dadurch entstehende Zustand wird meist emotional negativ assoziiert und abgelehnt.

Es ist also eine NLP-Technik, die es ermöglicht, Phobien in nur wenigen Minuten dauerhaft zu beseitigen. Hinter dem Begriff Phobie versteckt sich ein Reflex, der durch einen bestimmten Reiz ausgelöst wird. Mit der Fast Phobia Cure ist es möglich, eine gezielte Abgrenzung zwischen Angst und Phobie aufzubauen. Es wird dem Klienten klar gemacht, dass Angst nichts Schlimmes darstellt, doch nicht jede Angst mit einer Phobie gleichzusetzen ist.

Beispiel: Leidet eine Person an einer Platzangst, tritt bei bestimmten Räumlichkeiten wie in einem Aufzug automatisch ein beklemmendes Angstgefühl ein. Bei der Fast Phobia Cure wird versucht, dieses negative Gefühl durch einen bewusst gesetzten positiven Anker auszutauschen. Dem Klienten soll es gelingen, in bestimmten kritischen Situationen diesen positiven Anker hervorzuholen und den Angstreflex durch als positiv gesehene Emotionen zu ersetzen.

Anwendung:

Die FPC (Fast Phobia Cure) dient dazu, negativ bewertete Reiz-Reaktionsmuster zu durchbrechen.

Praktisches Beispiel:

Frau Y wechselt unmittelbar und ohne bewusste Entscheidung in eine Reaktion der Phobie, sobald sie eine Spinne im Raum sieht. Diese leitet in einen negativ besetzten Zustand über, den Frau Y als „Angst“ benennt. Nach der Fast Phobia Cure kann sie nicht nur Spinnen im Raum sehen, ohne dass sie in den negativen Zustand wechselt, sie kann diese lieblichen Tierchen sogar auf ihrer Hand krabbeln lassen (auch wenn ihr das laut eigener Aussage immer noch „leicht unangenehm“ ist).

Die Prozessschritte:

1) Den positiven Ressourcenanker testen.

Das bedeutet ihn kurz abrufen und in einen ressourcenvollen, positiven Zustand kommen. Der positive Ressourcenanker ist deshalb wichtig, damit du, wenn du dich im nächsten Schritt einem zu verändernden „unangenehmen“ Gefühl widmest, jederzeit selbst in einen ressourcenvollen Zustand zurückkommen kannst. Bestenfalls handelt es sich bei diesem Format um einen selbst kalibrierenden Ressourcenanker.

2) Schließ die Augen  und setz dich gedanklich in ein Kino. Noch ist auf der Leinwand nicht zu sehen und das Licht ist an. Setz dich in eine der vorderen Reihen (einfache Dissoziation).

3) Tritt nun aus deinem Körper hinaus und wechsle auf den Platz des Vorführers in den Projektor Raum am Ende vom Kinosaal über den Köpfen der Sitzreihen. Sieh dir selbst von oben aus zu, wie du die Leinwand beobachtest (doppelte Dissoziation).

4) Das Licht im Kino geht jetzt aus und auf der Leinwand siehst du ein Schwarzweißfoto aus einer konkreten Situation, vor dem unangenehmen Ereignis, wo noch alles in Ordnung gewesen ist.

5) Der Schwarzweißfilm beginnt nun zu laufen und du kannst aus sicherer Entfernung dabei zusehen, wie du im Kinosaal in einer der vorderen Reihen sitzt und diesen Film betrachtest, indem du die Situation durchlebst. Sieh dich selbst von außen als agierende Person, wie ein Schauspieler in einem Kinofilm. Sollte die Situation dennoch zu unangenehm sein, kannst du das Bild gerne etwas unscharf werden lassen und/oder den Film schneller laufen lassen und/oder du setzt den selbstkalibrierenden Ressourcenanker ein. Sollte auch das nicht ausreichen nutze weitere Dissoziationsmethoden.

6) Nach Ende der unangenehmen Situation hältst du den Film an. Wichtig! Stopp den Film nicht auf dem Höhepunkt der unangenehmen Situation, denn dadurch verstärkt sich das schlechte Gefühl eventuell. Start und Ende des Films sind jeweils zwei Situationen in denen das erlebte Gefühl in Verbindung mit der unerwünschten Situation mindestens „ok“ ist.

7) Begib dich nun direkt in das Bild auf der Leinwand und sieh durch deine eigenen Augen heraus, was du gesehen hast, als du diesen Moment erlebt hast (Assoziieren). Mach das Bild nun farbig und wenn du willst füge witzige, absurde Musik und cartoonartige Charaktere hinzu. Auch wenn dir das etwas schräg vorkommen mag, wird es dich gleich dabei unterstützen, dieses unangenehme Gefühl positiv zu verändern.

8) Lass den Film nun in sehr schneller Geschwindigkeit in Farbe (auf Wunsch wie ein Cartoon) rückwärts zurück zum Anfang der 1. Situation laufen. Sei achtsam, dass sich alles sehr schnell rückwärts bewegt, skurril wird und auch der Ton rückwärts läuft. Zurück am Anfang des Films begibst du dich wieder aus dem Bild und setzt dich in den Kinosessel, wo du gestartet bist.

9) Gehe zu Schritt 5 und wiederhole den gesamten Vorgang mehrmals. Sprich gezielt an, dass es jedes Mal einfacher wird und noch skurriler. Wenn du eine andere Person durch den Prozess führst, achte auf nonverbale und nicht bewusste Signale, die den Erfolg des Formates indizieren.

10) Teste, ob die Phobie noch vorhanden ist. Falls ja zurück zu Schritt 5, falls nein weiter mit Schritt 11.

11) Future Pace: lass dein Gegenüber ähnliche Situationen in der Zukunft visualisieren, in der er bisher die Phobie ebenfalls erlebt hatte, die er nun aber erfolgreich durchleben wird. Das Ziel ist nicht, dass das Ergebnis positiv ist, sondern es sollte „neutral“ oder „wenig unangenehm“ sein. Dadurch ist eine wenig bis gar nicht mehr auffällige Reaktion etabliert, die jedoch nach wie vor einen Sicherheitsmechanismus (Stichwort: „gesunder Respekt“) enthält.


Diese Begriffserklärung ist Teil unseres NLP Glossar. Klicke auf den Link, um die gesamte Liste zu sehen:

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