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Blitzinduktion

Eine schnelle Form der Hypnose, mit welcher ein Trancezustand in nur wenigen Sekunden erreicht werden kann.

Die Blitzhypnose ist eine gute Möglichkeit, Menschen besonders schnell in sehr tiefe Trancezustände zu führen. Meistens wird sie im Stehen durchgeführt, kann jedoch auch im Sitzen erfolgen. Dabei richtet der Klient seine Konzentration wie bei der Fixationsmethode auf einen Punkt, diesmal die Spitze deines Zeigefingers, der den Daumen berührt. Deine Hand befindet sich die Armlänge vom Gesicht des zu Hypnotisierenden entfernt, während du seitlich neben ihm stehst oder sitzt. Du suggerierst dabei, dass, je näher der Finger kommt, desto tiefer sich der Klient entspannen kann. Sobald der Finger die Stirn berührt (Suggestion), wird dieser ganz tief in Trance gehen. Steht der Klient, wird er leicht nach hinten wanken, Du kannst dies zur Verstärkung der Trance nutzen (wie mit den brennenden Augen bei der Fixationsmethode) und hinzufügen, dass der Klient ein leichtes Ziehen im Rücken verspürt, das ihn nach hinten kippen lässt.

Achtung! Auf Grund der Suggestion, aber oft auch aus Intuition heraus, wird sich der Klient im Stehen nach hinten fallen lassen. Der Effekt der Hypnose (beziehungsweise die Trancetiefe) wird durch dieses physische „Fallenlassen“ besonders verstärkt. Bemerkenswert ist dabei auch, dass die Hypnotisanden bereits im Fallen in Trance sind, zu erkennen daran, dass häufig eine Katalepsie (Körper- oder Gliederstarre, mehr dazu in Kapitel) in Beinen und Armen feststellbar ist. Deshalb ist es ganz besonders wichtig, hier eine zweite Person im Raum zu haben, die den Klienten sicher auffängt! Mit etwas Erfahrung ist es möglich, den Klienten auch allein aufzufangen, am sichersten lässt du ihn jedoch auf ein Bett oder eine Couch sinken. Dieser Effekt ist auch im Sitzen möglich, wobei der Klient zum Beispiel auf einer Bettkante sitzt und sich dann nach hinten sinken lässt. In solchen Fällen ist es jedoch nötig, in einer kurzen Wachhypnose den Klienten darum zu bitten, sich noch einmal aufzusetzen und normal hinzulegen, weil ansonsten auf Grund der Gliederstarre die Beine über den Bettrand hinausragen und dies mit der Zeit sehr unangenehm sein kann, da es zu Muskelzerrungen oder Durchblutungsstörungen führen kann.

Für Anfänger empfiehlt es sich, die Blitzhypnose nur unter professioneller Aufsicht durchzuführen und mit einer zweiten Person, die den Hypnotisand auffängt. Eine weiche Turnmatte oder Decke, die auf den Boden gelegt wird, ist ebenfalls praktisch. Wenn der Klient nach hinten kippt, sobald der Hypnotiseur ihm (ganz leicht) auf die Stirn tippt und sich seine Augen automatisch schließen, ergreift der Hypnotiseur sanft sein Genick, um den Kopf zu schützen. Die andere Person steht breitbeinig hinter dem Klienten, ausbalanciert und etwas in die Knie gegangen, mit einem Bein etwas weiter nach vorne. Sie fängt ihn mit den Armen auf, wobei die Ellenbogen nach unten abgewinkelt sind, die Handflächen also von unten hin zum Rücken des Klienten zeigen. Nur so ist sichergestellt, dass genug Kraft da ist, um den Klienten auch sanft abzulegen. Unterschätze nicht die Wucht und das Gewicht auch von kleinen Personen, die plötzlich nach hinten kippen! Sei stets besonders vorsichtig bei der Durchführung einer Blitzhypnose und achte darauf, dass die fangende Person verstanden hat, wie der Klient fallen wird. Du kannst dies durchaus dazu benützen, die Erwartungshaltung im Hypnotisanden weiter zu steigern, indem du den kompletten Prozess vorab mit beiden durchgehst und beschreibst.


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