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Generalisierung

Ein kognitiv ausgelöster Vorgang der Verallgemeinerung von Sachverhalten.

Das sprachliche und inhaltliche Abbild der Umgebung entsteht durch drei Kreationsprozesse: Prozess der Generalisierung, Prozess der Tilgung und Prozess der Verzerrung. Bei der Generalisierung unterscheidet man zwischen den Universalquantifaktoren, dem generalisierten Referenzindex, den Modaloperatoren und den verlorenen Performativ. Mit den richtigen Meta-Modell-Fragen kann man der Generalisierung tiefer auf den Grund gehen. Generalisierung tritt auf, wenn eine bestimmte Erfahrung eine ganze Klasse von Erfahrungen repräsentiert. Generalisierung tritt auch auf, wenn eine Erfahrung auf das Ganze verallgemeinert wird. Wenn du gelernt hast, eine Tür zu öffnen, ist es gut, wenn dein Gehirn erkennt, dass es viele Formen gibt, die ebenfalls Türen repräsentieren, und du musst nicht jedes Mal neu lernen, wenn du auf einen anderen Typ oder eine andere Tür triffst.

Universalquantifikatoren (Universal quantifiers)

Der Sender schließt von einzelnen Erlebnissen auf eine allgemeingültige Regel. Universalquantifikatoren werden durch die Fragen nach oder das Vorgeben von einem Gegenbeispiel oder durch Bewusstmachung des gebrauchten Universalquantifikators analysiert.

Schlüsselworte: alle, nie, keiner, dauernd, niemand, immer, ewig, jeder, man

Beispiel: “Alle Männer wollen immer nur das Eine!”

Meta-Modell-Fragen: Kennst du wirklich keinen einzigen Mann, der zumindest ab und zu einmal an etwas anderes denkt? Wirklich alle Männer? Ist das wirklich immer so oder gibt es Ausnahmen?

Generalisierter Referenzindex

Hier wird eine Aussage über alle Elemente getroffen, jedoch ohne den Universalquantifikator anzugeben. Der Umgang mit diesem Sprachmuster entspricht jenem des Universalquantifikators.

Beispiel: “Deutsche sind risikoscheu!”

Meta-Modell-Fragen: Kennst du wirklich keinen einzigen Deutschen, der zumindest ab und zu einmal etwas Risiko eingeht? Alle Deutschen? Immer?

Modaloperatoren (Modal operators)

Modaloperator der Notwendigkeit

Beim Modaloperator der Notwendigkeit wird etwas als notwendig kommuniziert, ohne die dahinter liegende Konsequenz zu nennen.

Schlüsselworte: müssen, sollen, notwendig

Beispiel: “Wer A sagt, der muss auch B sagen.”

Meta-Modell-Fragen: Was würde sonst passieren? Welche Konsequenzen würden sich ansonsten ergeben?

Modaloperator der Möglichkeit

Die Modaloperatoren der Möglichkeit lassen uns viele Wahlmöglichkeiten und werden nicht im Detail hinterfragt. Durch das Voranstellen des Wortes „nicht“ werden Modaloperatoren der Möglichkeit zur Unmöglichkeit wie nicht können, nicht wollen, nicht dürfen.

Schlüsselworte: können, wollen, dürfen

Beispiel: “Ich kann das lernen.”

Meta-Modell-Frage: Wie genau lernst du das? Was tust du, um es zu lernen?

Verlorener Performativ (Lost Performative)

Dabei wird der Urheber verschleiert. Es wird ein Urteil formuliert, ohne zu erwähnen, um wessen Bewertung oder Aussage es sich handelt.

Beispiel: “Es ist besser, keine Gefühle zu zeigen.”

Meta-Modell-Fragen: Wer genau sagt das? Wie kommst du darauf? Wessen Meinung ist das? Wer erlebt das so? Hast du selbst die Erfahrung gemacht?


Diese Begriffserklärung ist Teil unseres NLP Glossar. Klicke auf den Link, um die gesamte Liste zu sehen:

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