Herzlich Willkommen zurück zu „Wie funktioniert Hypnose?“ Im letzten Artikel haben wir gelernt, was genau während einer Trance passiert und wie sich das innere Erleben ändert. Nun werde ich darauf eingehen, wie man jemanden hypnotisiert. Eine Trance ist ein Zustand denen wir jeden Tag wieder und wieder erleben. Oftmals ist es jedoch so, dass wir diesen Zustand rein zufällig und es nicht bewusst steuern. Beispiele dafür sind, wenn man auf einer langen Autofahrt aus dem Fenster schaut und nach einiger Zeit nicht mehr weiß, wo man die letzten 5min entlang gefahren ist oder wenn man vorm Fernseher sitzt und nichts mehr von seiner Umwelt mitbekommt. Doch nun ist die Frage, wie man es schafft diesen Zustand bewusst zu erreichen und diesen zu kontrollieren.
Viele Menschen besuchen einen Hypnose Kurs oder ein Hypnose Seminar, um zu lernen wie man eine Trance bei anderen induziert. Allerdings gibt es auch andere Möglichkeiten außer ein Hypnose Seminar oder einen Hypnose Kurs zu besuchen. Jedoch kann man auch einiges lernen, wenn man Bücher über Trance und Hypnose liest und diese Dinge zu Hause einfach immer wieder und wieder ausprobiert. Grundsätzlich ist es bei jedem Skill und bei jeder Fähigkeit so, dass man einiges von anderen lernen kann, doch um wirklich gut darin zu werden muss man einfach immer wieder und wieder üben. Eine gute Möglichkeit ohne ein Hypnose Seminar oder ein Hypnose Kurs zu lernen andere in eine Trance zu leiten, ist es ein Achtsamkeitstraining zu machen.Alles was man dazu tun musst ist es, sich bewusst darüber zu werden, was man in diesem Moment wahrnimmt und empfindet. Alles was man macht ist also seine aktuelle Erfahrung zu pacen. Oftmals hilft es anfangs, wenn man es sich selbst in seinem Kopf erzählt. Das könnte sich so anhören:“Ich spüre meinen Atem. Er geht ein und aus. Ich fühle meinen Körper und entspanne mich.“
Probieren Sie es aus und nach einiger Zeit werden Sie merken, wie Sie sich mehr und mehr entspannen. In einem Hypnose Seminar oder Hypnose Kurs ist dies oft eine der ersten Übungen die man lernt.
Im nächsten Artikel werde ich darauf eingehen, ob Hypnose wirklich gefährlich ist (es ist natürlich nicht gefährlich). Um dies jedoch nachvollziehen zu können ist es hilfreich, wenn Sie diese Achtsamkeitsübung ausprobieren. So wissen Sie über was ich nächstes Mal schreibe. Viel Spaß!
Wie funktioniert Hypnose Teil 2
Wie funktioniert Hypnose Teil I
Herzlich Willkommen zu der Einheit „Wie funktioniert Hypnose?“. Mittlerweile arbeite ich nun schon eine ganze Zeit mit Hypnose und werde immer wieder gefragt, wie genau diese Hypnose eigentlich funktioniert. Was ist eine Trance, was passiert während der Hypnose und ist es gefährlich?

Ganz gleich wo ich anderen Menschen begegne, ob im Urlaub oder beim Abendessen mit gemeinsamen Freunden, immer wieder kommt das Gespräch auf das Thema Beruf. Wenn ich dann an der Reihe bin und sage ich gebe Hypnoseausbildungen, dann schauen mich die meisten mit großen Augen an und die drei Fragen bekomme ich immer wieder und wieder gestellt: „Was ist eine Trance? Was passiert während der Hypnose? Ist es gefährlich?“
Diesen drei Fragen werde ich nun in dieser und den nächsten Einheiten auf den Grund gehe. Doch nun einmal zu der ersten Frage, was ist eine Trance?
Die Trance ist ein Zustand, den man auch ohne offizieller Hypnose immer wieder und wieder erfährt. Wenn Sie zum Beispiel vor Ihrem Computer sitzen und dem Balken des Download Fensters beobachten und sie schon ganz schläfrig werden, befinden Sie sich schon in einer Art von Trance. Oft merkt man es auch nicht sofort, sondern erst im Nachhinein, das das Bewusstsein gerade eingeschränkt war. Womit wir auch zu einem weiteren Kriterium kommen. Während einer Trance ist das Bewusstsein eingeschränkt. Was heißt das? Nun ja, jede Sekunde strömen Millionen von Informationen auf uns ein. Wenn wir uns in einer Trance befinden kommen jedoch nur noch gewisse Stimuli in unseren bewussten Verstand (manche davon auch verstärkt). So ist man oft in einer Trance, wenn man einen spannenden Film schaut. Der Film wirkt realer als er eigentlich ist und man findet sich richtig in der Handlung wieder und alles um uns herum wird langsam immer unwichtiger (wie zum Beispiel die Freundin, die möchte da wir den Müll runterbringen).
Dies ist vorerst eine Definition von Trance mit der wir lernen können. Bis zum nächsten Mal empfehle ich Ihnen sich eine MP3 Trance aus dem Internet runterzuladen. Es gibt viele Leute die einen MP3 Download anbieten für Trancen. Machen Sie es am besten sofort und schauen Sie wo es so einen Download gibt. Mit diesem MP3 Download können Sie dann sofort Ihre erste Trance erleben und wissen, wovon wir das nächste Mal sprechen. Viel Spaß.
Angst-Management mit Hypnose (Teil 2)
Im letzten Teil haben wir das Thema Ärgermangement eingeleitet und Sie haben erfahren, dass die Ursprünge in der Behandlung von Panikattacken liegen oder bzw. werden beide ähnlich behandelt. Denn Panik und Ärger haben viele Gemeinsamkeiten und ein wichtiger Punkt ist, dass Stress bedingt wie oft und wie stark es zu einer Panikattacke kommt oder wie oft man seinen Ärger nicht unter Kontrolle hat. Der Erfolg von jeder Behandlung hängt damit zusammen, wie gut die Patienten es lernen in Trance zu gehen und selbst nicht mehr Opfer Ihrer Emotionen zu werden. Auch hier möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es einem reinen Coach, ohne Psychotherapieausbildung nicht erlaubt ist Menschen mit Panikattacken oder dergleichen zu behandeln.
In unserer schnelllebigen Welt ignorieren immer mehr Menschen ihren Ärger oder lassen ihn auf ungesunde Art und Weise zum Ausdruck kommen. So sind viele Opfer ihrer eigenen Emotionen. Viele wissen nicht wie ihnen geschieht und regen sich eines Tages über die kleinsten Dinge auf und fangen wie an zu schimpfen und zu fluchen, obwohl nur eine kleine Sache nicht so gelaufen ist wie sie wollten. Immer mehr und mehr lastet der Druck auf uns Erfolg zu haben. Dieser Druck sorgt dafür, dass wir unsere echten Gefühle unterdrücken und irgendwann läuft das Fass über und wie rasten wegen Kleinigkeiten aus. Niemand kann ewig mit Erfolg seinen Ärger unterdrücken. Daher gibt es zwei Möglichkeiten entweder man lebt seinen Ärger immer wieder aus, was aber auch nicht immer schön ist, da man auch so meistens ein Opfer finden muss für seine Wut. Was jedoch eine bessere Methode ist, ist es sich mit Hilfe von einer Antiärger Trance auf gesunde Art und Weise von seinem Ärger zu befreien. Diese Methode verspricht wirklichen Erfolg, denn so setzten Sie sich mit Ihrem Ärger auseinander ohne, dass Sie ein Opfer finden müssen und gleichzeitig unterdrücken Sie die Wut nicht, sodass sie sich nicht aufstaut und Sie von ihnen heraus zerfrisst.
Also alles was Sie lernen müssen, um gesund und ärgerfrei zu leben ist es in Trance zu gehen. Lernen Sie in Trance zu gehen und sich wirklich tief zu entspannen, um einen Ausweg für Ihre starken Emotionen zu finden. Somit wird Aggressivität, Wut und Zorn aus Ihrem Leben verschwinden.
Angst-Management mit Hypnose (Teil 1)
Als ein menschliches Wesen sind Sie mit der Fähigkeit ausgestattet, anderen zu zeigen wie Sie sich fühlen. Dazu brauchen wir Emotionen anfangen von Freude über Angst und Panik bis hin zu Ekel. So verschieden wie die Gefühle sind, so verschieden ist auch ihre Intensität. Oft wird z.B. Panik als stärker angesehen, als Angst. Panik ist oft ein Interaktion verschiedener Hormone, welche eine sehr starke körperliche und psychische Reaktion hervorrufen. Oft sind diese Reaktionen durch Stress bedingt und so stark, dass man sich nicht dagegen wehren kann, dann spricht man nicht von bloßer Panik, sondern von einer Panikattacke. Hypnose kann nicht nur solche Zustände von starker Emotion hervorrufen (an dieser Stelle natürlich positive Emotionen, um so dem Stress des Alltags zu entkommen) oder starke Gefühlsregungen einzudämmen. Aber wie ich gerade schon erwähnte habe kann Stress auch dazuführen, dass man starke Emotionen in sich spürt. Die Vulnerabilität von Personen steigt, wenn Sie viel Stress ausgesetzt sind. So sind Panikattacken wahrscheinlicher bei Menschen, die starken Stress in ihrem Alltag erleben. Panik oder Panikattacken gehören zu psychischen Störungen und dürfen daher nicht von reinen Coaches bearbeitet werden. Um Patienten oder Klienten mit dieser Symptomatik behandeln zu dürfen muss eine abgeschlossene psychotherapeutische Ausbildung vorzuweisen sein. Dies ist zum Wohle des Klienten und auch des Behandelnden gedacht, denn glauben Sie mir, niemand will sich in einer Situation wiederfinden in welcher er nicht weiß was zu tun ist.
Allerdings dürfen Sie als reiner Coach dem Klienten helfen sein Stresslevel zu senken und können so präventiv arbeiten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie als Coach mit Hilfe von Hypnose dem Klienten Unterstützung zu kommen können lassen. Es ist mehr als hilfreiche dem Klienten mit Hilfe von Hypnose zu zeigen, wie er sich schnell und tief entspannen kann. Tiefe Entspannung wirkt Stress entgegen und ist vor allem mit Hilfe von Hypnose am effektivsten.
Doch wieso komme ich auf Panik und Panikattacken zu sprechen, wenn das eigentliche Thema Ärgermangement lautet? Panik und Ärger haben einige interessante Ähnlichkeiten und ebenso wie man Panikattacken vorbeugen kann, so kann man Ärger verringern, ohne das man ihn unterdrückt. Dies alles waren wichtige Vorinformationen und im nächsten Teil werde ich darauf zu sprechen kommen, wie man mit Hilfe von Hypnose seinen Ärger besser kontrollieren lernt. Also freuen Sie sich auf den nächsten Teil.
Eine kurze Geschichte der Hypnose Teil 3
1856-1939 Sigmund Freud reiste nach Nancy und studierte mit Liebault und Bernheim und tätige zusätzliche einige Studien über Charcot. Freud integrierte Trancen und Hypnose letztendlich nicht in seine Arbeit, da er dachte er könne seine Patienten nicht tief genug hypnotisieren, um mit ihnen arbeiten zu können. Er hatte das Gefühl, dass seine Heilungen auf diese Art und Weise nur temporär waren und das Hypnose nur dafür sorgte, das Patienten sich nicht wehren konnten. Freud galt allgemein als ein sehr schlechter Hypnotiseur beschreiben auf Grund seiner sehr väterlichen Art. Jedoch gingen seine Patienten oft spontan in Trancen und oft nutze er meist unbewusst non-verbale Induktionen, wenn er zum Beispiel seine Hand auf den Kopf des Patienten legte. Dadurch zeigte er, dass er der dominante Doktor war und der Patient war nun in einer unterwürfigen Rolle. Auf Grund dieser frühen Abwendung von der Hypnose und der Arbeit mit Suggestionen, wurde Hypnose von da an fast komplett ignoriert, da es nicht in Verbindung mit der Psychoanalyse stand, welche von nun an immer weiter verbreitet war im Bezug auf die Arbeit mit psychischen Problemen.
1875-1961 Carl Jung, ein Student und Kollege Freuds, widersetzte sich Freuds psychoanalytischen Ansatz und entwickelte seine eigenen Interessen. Er entwickelte ein Konzept des kollektiven Unbewussten und Archetypen. Obwohl er nicht aktiv Hypnose einsetzte, ermutigte er Patienten mit bestimmten Suggestionen Imagination von ihrer Kindheit zu haben oder ihre alten Erinnerungen zu verändern. Er benutzte auf da Konzept des inneren Führers um eine Heilung zu erreichen, solche Suggestionen führten oft zu spontan Trancen. Er glaubte, dass der innere Geist durch gewisse Werkzeuge zugänglich gemacht werden konnte. Er wurde dafür stark von der klassischen medizinischen Gesellschaft zurückgewiesen und als Mystiker bezeichnet. So kam es das viele seiner grundsätzlich interessanten Ideen für einige Zeit überschattet wurden, doch nun von allen möglichen Heilern wieder genutzt werden.
1932-1974 Milton Erickson ein Psychologe und Psychiater, der die Kunst der indirekten Suggestion vorantrieb. Er wird als der Vater der modernen Hypnose bezeichnet. Seine Methoden sorgen dafür, dass die Suggestionen den bewussten Verstand ausschalten und alles wichtige dem Unbewussten zugänglich gemacht wird. Er benutzte viele nonverbale und verbale Techniken, die auf Pacing ausgelegt waren. Auch Techniken wie die Konfusion, Metaphern und viele andere wurden von ihm ins Leben gerufen und auch gemeistert. Er war ein unglaublich bunter Charakter und hatte einen immensen Einfluss auf die momentane Lage in der modernen Psychotherapie und Hypnotherapie. Seine offizielle Akzeptanz bei der AMA sorgte dafür, dass es zu immer mehr Verbreitung seiner Methoden kam und zu einer guten Annahme bei vielen Medizinern und Psychologen. Seine Arbeit war auch Grundlage für das NLP.
Eine kurze Geschichte der Hypnose Teil 2
1825-1893 Jean Marie Charcot ein französischer Neurologe stimmte der Hypnose Schule von Nancy nicht zu und behauptete, dass Hypnose einfach nur eine simple Form von Hysterie war. So entstand eine bittere Rivalität zwischen Charcot und der Nancy Gruppe. Er belebte Mesmers Theorie vom animalen Magnetismus und identifizierte die drei Phasen der Trance: Lethargie, Katalepsie und Somnambulismus.
1845-1947 Piere Janet war ein französischer Neurologe und Psychologe, der eigentlich gegen den Gebrauch von Trancen und hypnotischen Suggestionen war bis her den entspannenden Effekt bemerkte und die Verbesserung der Heilung. Janet war eine der wenigen Menschen, der weiterhin ein Interesse an Hypnose zeigte auch während des psychoanalytischen Fortschritts.
1849-1936 Ivan Pavlov, der berühmte russische Psychologe, der eigentlich auf die Erforschung von Verdauungsvorgängen spezialisiert war. Er ist vor allem bekannt für die Entwicklung des Konzepts der Konditionierung (oder auch die Stimulus-Antwort Theorie). In seinem klassischem Experiment trainierte er hungrige Hunde darauf bei dem Klang einer Glocke Speichel abzusondern. So war die Glocke eine Art Suggestion, da Sie vorher mit Essen assoziiert wurde. Er wurde dafür mit dem Nobelpreis für Physiologie 1904 belohnt, auf Grund seiner Arbeit mit den Verdauungsvorgängen. Obwohl er selbst nichts mit Hypnose zu tun hatte, wurde seine Stimulus-Antwort Reaktion Theorie zu einem wichtigen Eckstein des NLPs, wenn es um Ankern von Trancen und verbinden geht.
1857-1926 Emile Coue, ein Arzt der das Gesetz der Suggestion formulierte. Er ist auch bekannt dafür, dass er seine Patienten ermutigte, abends bevor sie ins Bett gehen sich selbst 20-30 zu sagen :“Jeden Tag werde ich in jeder Hinsicht besser und besser.“ Eine Suggestion ganz ohne formale Hypnose. Er entdeckte auch, dass eine positive Suggestion für eine schnelle Heilung hilfreicher war, als die Verschreibung von Medikamenten allein. Er entfernte sich schließlich von dem Konzept der Hypnose und Trance und benutzte nur reine Suggestionen ohne zuvor eine Trance einzuleiten. Denn er dachte oder bemerkte, dass eine Hypnose und das Gefühl dessen, die Suggestion beeinflussen würde.
Coues Gesetz der Suggestion und das Gesetz der konzentrierten Aufmerksamkeit
„Sobald Aufmerksamkeit auf eine Idee wieder und wieder konzentriert wird, dann sorgt es automatisch dafür, dass sich diese Idee selbst verwirklicht.“
Das Gesetz der entgegengesetzten Handlung
„Je stärker jemand etwas versucht, desto geringer ist die Chance des Erfolgs.“
Das Gesetz des Effekts der Dominanz
„Eine stärkere Emotion tendiert dazu eine schwächere zu überlagern.“