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Richard Bandler – Mitbegründer von NLP

Weitere Fakten zu Richard Bandler

  • Richard Bandler ist im US-Bundesstaat New Jersey im Jahr 1950 geboren.
  • In den 1960er-Jahren war er in der Flower-Power-Bewegung aktiv und zog als Hippie mit langem Haar durchs Land. In seiner Blumenkinderzeit organisierte Bandler zahlreiche große Rockkonzerte.
  • 1967 wurde Robert S. Spitzer auf ihn aufmerksam. Seine Frau Becky war von dem damals erst 17-jährigen Bandler und seinen Ansichten schwer begeistert. Sie erkannte das besondere Talent von Bandler, mit dem Umgang von philosophischen Fragen.
  • In den Folgejahren wurde Bandler in vielen Bereichen von der Familie Spitzer gefördert. So kam es auch dazu, dass Bandler einige Verlagsarbeiten im Verlagshaus der Spitzers durchführen durfte.
  • Zwei Jahre lang besuchte er in Los Altos Hills das Foothill. Durch seine mangelnde Bereitschaft Kompromisse zu schließen und sich unterzuordnen genoss Bandler bei den meisten Professoren nicht den besten Ruf.
  • Während seines Studiums an der kalifornischen Universität in Santa Cruz baute Bandler eine kleine Hütte auf dem Anwesen der Spitzer. Dort lebte er mit seiner Freundin und Hund.
  • In seinem Studium lag der Fokus auf Kurse in Mathematik, Computerwissenschaften und Philosophie.
  • Im Laufe der Zeit änderten sich seine Interessen und er fand seine Berufung im Fachbereich der Verhaltenswissenschaft.
  • Besonderes Interesse zeigte er an der Tätigkeit von Fritz Perls, dem Familientherapeuten der Zeit.
  • 1972 lernte Bandler über die Familie Spitzer Virginia Satir kennen und besuchte kurze Zeit später, mit großer Begeisterung, einen Workshop bei Satir. Von seinem Unterstützer Spitzer bekam er die einzigartige Chance an einem mehrwöchigen Seminar von Satir in Kanada teilzunehmen. Er hatte die Aufgabe die Inhalte des Seminars aufzunehmen und im Anschluss zu transkribieren. Die Auseinandersetzung mit Satir war so intensiv, dass Bandler ihr immer ähnlicher wurde und letztendlich seine Betonung und Wortwahl an jener Satirs anpasste.
  • 1972 startete Richard Bandler damit, aus bestehenden Dokumenten von Perls ein Manuskript zu erstellen. Dies geschah im Auftrag von Spitzer.
  • Auch während dieser Arbeit identifizierte sich Bandler stark mit der Person Perl und fing damit an, seine Verhaltensweisen zu übernehmen. Dies führte so weit, dass Spitzer Bandler einige Male irrtümlich mit Fritz ansprach.
  • In dieser Phase veröffentlichte Bandler drei Bücher:
    • Buch 1: „The Gestalt Approach“
    • Buch 2: „Eye Witness of Therapy”
    • Buch 3: “Legacy from Fritz”
  • Im Frühling 1972 leitete Bandler ein Seminar zum Thema Gestalttherapie. Dabei fokussierte er sich auf den therapeutischen Effekt der Gestaltarbeit in Gruppen und der Wirkung seines theoretischen Wissens in der Praxis.

Die Kooperation mit John Thomas Grinder nach 1972

Im Zuge seiner Seminarreihe zum Schwerpunkt Gestalttherapie, kam es zur ersten Begegnung von Richard Bandler und John Grinder. Dabei bat er ihn als Supervisor an den Seminaren teilzunehmen. Das war der Beginn einer engen Zusammenarbeit, wo sich die Rollen des Beobachters zwischen den beiden immer wieder abwechselten. Zu Beginn ihrer Kooperation entwickelten sie aus linguistisch fundierten Sprachmustern ein Kommunikationsmodell, welches unter dem Namen „Meta-Modell“ bis heute im NLP zur Anwendung kommt. In dieser Phase entstand 1975 auch das erste gemeinsame Buch der Beiden „The Structure of Magic – Teil I“. Nach dieser Ära konzentrierte sich das Duo vor allem auf die nonverbale Kommunikation.

Grinder und Bandler konzentrierten sich bewusst auf Experten in verschiedenen Fachgebieten und setzten sich als Ziel herauszufinden, was ihren Erfolg ausmacht. Was machen diese Personen anders als andere? Die dabei gewonnenen Erfahrungen fassten sie in eindeutig verständliche Schritte zusammen und bezeichneten diesen Vorgang als das „Modellieren“. Personen, die von Bandler und Grinder modelliert wurden, waren unter anderem Linus Pauling, Milton H. Erickson, Fritz Perls und Virginia Satir. Auch der aus Israel stammende Physiker Moshe Feldenkrais wurde von Bandler modelliert. Er gilt als der Gründer der Feldenkrais-Schule.

Der Beitrag von Bandler zur Entwicklung von NLP

Zahlreiche Modelle des NLP haben ihren Ursprung bei Richard Bandler. Viele Modelle wurden von Bandler mitgeprägt und von ihm eingeführt. Einige dieser, bis heute bekannten Modelle sind: das Milton-Modell, das Meta-Modell, Reframing, das Ankern, die Timeline, Nesting Loops, Belief Change und die Submodalitäten.

Die wichtigsten Werke von Richard Bandler

Titel: Veränderung des subjektiven Erlebens
Untertitel: Fortgeschrittene Methoden des NLP

Umfang: 188 Seiten, Verlag: Junfermann Verlag, Auflage: 8. Auflage – 2001, ISBN 3873872714, Autor: Richard Bandler

Titel: Metasprache und Psychotherapie
Untertitel: Die Struktur der Magie – Band I


Umfang: 219 Seiten, Verlag: Junfermann, Auflage: 11. Aufl., ISBN 3873871866, Autoren:
Richard Bandler und John Grinder

Titel: Kommunikation und Veränderung – Band II
Untertitel: Die Struktur der Magie

Umfang: 210 Seiten, Verlag: Junfermannsche Verlagsbuchhandlung, Erscheinungsdatum: Januar 1989, ISBN 3873871874, Autoren: Richard Bandler und John Grinder

Reframing. Ein ökologischer Ansatz in der Psychotherapie (NLP)

Das “Reframing” (Umdeutung) ist eine zentrale Methode des Neurolinguistischen Programmierens (NLP): Eine problematische Verhaltensweise wird in einen anderen Zusammenhang gestellt und erfährt dadurch für die betreffende Person eine neue Bedeutung, einen neuen Sinn.

244 Seiten, Junfermann, 8. Auflage
ISBN 3873872285

Richard Bandler, John Grinder